Was ist „Innere Alchemie“?

Was ist „Innere Alchemie“?

Das praktizieren der „Inneren Alchemie“ verfolgt die Rückkehr zur Quelle des Dao.

Es beinhaltet die systematische Verfeinerung der menschlichen drei Schätze Jing-Qi-Shen.

Dies verschafft uns eine besseres Verständnis von uns selbst, dem Universum und den Zweck/ Ziel unseres Lebens.

Im Daoismus gibt es Anleitungen und praktische Methoden die uns in Richtung eins werden mit der Natur  führen. Dies zu erlangen ist einer der zu erreichenden der Ziele im Daoismus.

Die Innere Alchemie basiert auf der traditionellen „Jing-Qi-Shen“ Theorie.

Dao (Shen) erzeugt Qi, Qi erzeugt Jing und Jing erzeugt den Körper (Xing). 

In der Inneren Alchemie soll dieser Prozess umgekehrt werden so das wir zum Ursprung zurückkehren können, zu unserer originalen Natur. Die Rückkehr zum Original ist das Ziel der Arbeit in der Inneren Alchemie. Von Jing zu Qi und Qi zu Shen (Dao) wäre dann der Umkehrprozess.

Die praktischen Anwendungen sind folgendermaßen:

  • Das bilden eines Fundaments (Körper gesund und flexibel)
  • Umwandeln des Jing (Körpers/Fleisch) in Qi
  • Umwandeln von Qi in Shen (Geist)
  • Umwandeln von Shen in Leere
  • Umwandeln von Leere in Dao

Sehr wichtig in der Inneren Alchemie ist die Zusammenarbeit und Verbindung von Herz und Niere.

Das Herz- Feuer wird während des praktizieren genutzt um das Nieren- Wasser zu wärmen. Dies wird auch als Drachen und Tiger vereinen sich oder Yin und Yang werden zu Eins genannt.

Das Ziel der Inneren Alchemie ist den Entstehungsprozess des nachgeburtlichen Lebens umzukehren wieder eins werden mit dem was vor der Trennung schon immer vorhanden war.

Entstehungsprozess: Wuji -> Taiji -> 10 000 Dinge

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Damit dieser Prozess umgekehrt werden kann gibt je nach Schule viele verschiedenen schrittweise Methoden. Der letzte Schritt aller Schulen der Inneren Alchemie ist es jedoch von Taiji zu Wuji zu gelangen. Dadurch kann wieder in das Dao eingetreten werden und erreicht dadurch den Status eines Unsterblicher.

Der dieses Ziel erreicht hat ist aus dem Kreislauf des Yin Yang ausgetreten und wird somit nicht mehr geboren, kann dadurch auch nicht mehr sterben.

 

 

Sitzen in Vergessenheit

Sitzen in Vergessenheit

Um in das Dao eintreten zu können muss man sich dem „Sitzen in Vergessenheit“ widmen.

Sitzen in Vergessenheit ist ein Geisteszustand indem der Unterschied von innen und außen aufgelöst wird. Dieser Geisteszustand hilft uns die mystische Einheit des Dao zu erlangen.

Im „Zuowanglun“(Author: Sima Chengzhen)  -> „Die Abhandlung über das Sitzen in Vergessenheit“ wird dies in  7 Stufen erläutert. Diese sind:

  • Ehrfurcht und Vertrauen
  • Unterbrechung des Karmas
  • Zähmung des Geistes Xin
  • Loslösen von weltlichen Angelegenheiten
  • Wahre Betrachtung
  • Intensive Sammlung
  • Erlangen des Dao

Das „Zuowanglun“ beruft sich letztendlich auf das Werk von Zhuangzi („Buch des Meister Zhuang“).  Zuowanglun ist eine Abhandlung über die Praxis ohne viele technische Details eher gedacht die Zustände des Geistes beschreibend. Das Werk weißt auf zahlreiche möglicher Schwierigkeiten hin in Bezug auf die Beziehung zur normalen Welt. Genauso enthält es aber auch detaillierte Beschreibungen über die erlangte Weltanschauung nach korrekter Praxis.

In einem anderen Werk dem „Dingguan Jing“  werden eher technische und praktische Hinweise über das Sitzen in der Vergessenheit erläutert. In diesem Werk werden die fünf Phasen des Geistes Xin und die sieben Stufen des Körpers beschrieben und erklärt. In den Werken des bekannten daoistischen Heilers Sun Simiao (ca. 6.Jahrhundert) sind diese Abstufungen oder Einteilungen schon enthalten.

 

Ein Krieger ist…

Ein Krieger ist…

Was sind sie diese Krieger nur Kämpfer oder brutale Schläger ? Nein, eigentlich genau das Gegenteil. Sie sind voll ausgebildet in den drei Ebenen des Menschen, Jing (Körper), Qi (Energie) und Shen (Geist/Spirit). Sie setzen sich durch ihre Ausbildung immer für die Bedürftigen ein lassen sich nicht zum anwenden ihrer Kampfkunst zwingen wenn sie nicht dahinter stehen können. Sie sind von hoher moralischer, ethischer und menschlicher Gesinnung.

 

Wer sich selbst besiegt ist der größte Krieger

Konfuzius

Krieger -> General Guan Yu

Sie haben durch ihre Vollausbildung mentale Klarheit erlangt und können in einem Bruchteil einer Sekunde Situationen erkennen und richtige Entscheidungen fällen. Wogegen ein Kämpfer eben nur ein Kämpfer ist; er kann halt nur das in was er ausgebildet, was er gelernt hat und auch beherrscht; kämpfen. Krieger hingegen könne ihre vielseitigen Künste im Alltag einsetzen und umsetzten. In der Geschichte wurde sie immer herangezogen wenn es um Entscheidungen ging ihr Rat wurde gerne angenommen. In emotionalen Debatten und haben sie sich nicht aus der Mitte bringen lassen und konnten dadurch Klarheit einbringen. Ein Krieger beschreibt also jemanden der durch seine Vollausbildung in der Gesellschaft schon immer ein wichtiger  Bestandteil war. Krieger sein ist ein kompletter Weg wohingegen ein Kämpfer nur zeitlich begrenzt ist und durch seine nur kämpferische Ausbildung nur imitiert gesellschaftlichen Nutzen hat. 

 

Mikro- und Makrokosmos verstehen?

Mikro- und Makrokosmos verstehen?

In der Tradition und Lehre der Daoisten sind wir ein energetisches Abbild des Universums. Die Daoisten nennen das Universum auch den Makrokosmos und uns Menschen im Vergleich benennen sie Mikrokosmos. Der Mikrokosmos kann energetisch nicht vom Makrokosmos getrennt betrachtet werden. Die Einflüsse sind körperlich erfahrbar. Dazu bedarf es natürlich eine Ausbildung für meisten. Viele Menschen reagieren aber auch ohne Ausbildung auf äußere Einflüsse. Das gute einer Ausbildung ist aber das wir uns Stück für Stück durch geleitete Übungen der Feinstofflichkeit nähern. Dadurch versteht der Schüler des Dao Weges von außen nach innen und später dann das es kein außen und innen gibt. Es gibt einen vorgeschriebenen Weg der Ausbildung dies ist in den Klassikern von Meistern dieser Kunst niedergeschrieben worden. Die Techniken des Weges können aber von Schule zu Schule unterschiedlich sein. Die Essenz ist aber die gleiche. Die drei Schätze des Menschen ausbilden und sie wieder zusammenführen. Was sind die drei Schätze des Menschen? -> Jing, Qi, Shen.

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Bild zeigt „Die drei Schätze vereinen“

Erst den Körper (Jing) komplett flexibel und gesund machen. Danach wird die Lebensenergie (Qi) gestärkt damit der Geist/Spirit genährt werden kann. Jede Stufe macht uns sensibler für den so genannten Makrokosmos, das Äußere. Meine eigene Erfahrungen waren das ich ich zum Beispiel bestimmtes Essen nicht mehr mochte, bestimmte Gegenden mied ja sogar mich von Menschen fern hielt. Nicht etwa weil ich dies wollte sondern weil der Energiekörper den ich au einmal wahr nahm sich unwohl fühlte. Ich fand her raus das ich immer mehr meinem Energiekörper folgte. Er zeigte mir ohne Hintergedanken das ist gut oder das ist schlecht für mich. Genau so erzählen es auch manche meiner Schüler nach einer Weile  die sich bei mir in die der Ausbildung sind . Sie fühlen sich auf einmal unwohl in bestimmten Situationen oder sehr Wohl bei anderen. Dies empfinden sie dann erst einmal seltsam bis ich sie aufkläre das sie eine bestimmte Stufe auf ihren Weg erreicht haben und sie jetzt lernen müssen darauf zu hören. Hat man diese Stufe erreicht ist man jetzt bewußt und gefühlsmäßig mit dem Makrokosmos verbunden. Ich sage“bewußt“ denn eigentlich sind wir es nie sondern nur unsensibel dafür.

 

Der Weg des Qi Gong in den Westen

Nachdem ich über Dach- Organisationen und ihre Entstehung in Deutschland geschrieben habe möchte ich noch einmal festhalten das die Idee alles in Organisationen zu bündeln und dadurch zu kontrollieren auch schon im neuen China umgesetzt wurde. Seit 1949 also nach der Revolution wurde alles was mit dem alten China zu tun hatte als alt betrachtet und war dadurch nicht mehr Wert von der Regierung gefördert zu werden. „Das alte China gibt es nicht mehr ab jetzt ist Stunde null wir schreiben neuen Geschichte.“ war die Parole. Klassische Chinesische Medizin, Qi Gong Kung Fu und Daoismus etc. gehörten auch dazu. Wer diese Künste betrieb wurde als Konterrevolutionär betrachtet. So gesehen ver- schwanden aus begründeter Angst so nach und nach diese Künste oder wurden von einigen wenigen nur noch geheim in Hinterhöfen oder hinter verschlossenen Türen praktiziert. Wer beim praktizieren dieser Künste von den durch das Land ziehenden „Roten Garden“ ertappt wurde wird erschoßen, gefoltert oder in ein politisches Umerziehungslager gesteckt. Nur wenige Mutige waren es welche die Künste verborgen und dadurch unbehelligt praktizierten.  Für Mao stand, die Erziehung zum „Neuen Menschen“ im Vordergrund. Durch die ständige Revolutionierung des menschlichen Bewusstseins, um somit einen raschen Übergang zum Sozialismus zu erwirken. Im Jahr 1966 ruft Mao die „Große proletarische Kulturrevolution“ aus. Für zwei Jahre tobt in China der Bürgerkrieg.  Zehn Jahre lang bis zu Maos Tod 1976 herrscht in China die bleierne Zeit der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Stagnation. Mao hat mit seiner Kulturrevolution China paralysiert. Nach der Kulturrevolution wurden die alten verbotenen Werte des klassische China wieder geduldet, dies aber nur abgespeckter Form. Dies geschah aber nur aus dem humanitären und wirtschaftlichen Zwang heraus. Millionen von Menschen verhungerten in dieser Zeit die Staatskasse war leer für den Import von Waren und Medikamenten. So besannen sich einige alte Weggenossen von Mao and die gute alte Zeit als die Bevölkerung noch gesund und stark war. Dies war die Zeit als die billige Chinesische Medizin (Akupunktur, Kräuter, Tuina, Energieübungen) so wie Kung Fu und Taijiquan noch praktiziert werden durfte. Man sammelte in ganz China alles noch vorhandene Wissen ein. Wollte sich aber dem Westen schon annähern was die universitäre Ausbildung von Ärzten betraf. So geschah es auch mit Taijiquan und Kung Fu es wurden Organisationen und Verbände gegründet um so das Wissen schnell und unter politischer Aufsicht wieder an das Volk heran zuführen. Dadurch entstanden Worte wie TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) oder Qi Gong (Als Zusammenfassung oder Oberbegriff aller gefundenen  Energiearbeiten), Wushu (jetzt als modernes sport Kung Fu zu übersetzten, früher als Oberbegriff für Kampfkünste verwendet) Nun kam es zum Zwangsverpflichtungen von Taijiquan oder Qi Gong für Fabrikarbeiter. Ich erinnere mich noch gut wie ich vor dem Fernseher saß und Dokumentation über China sah. Hunderte von Arbeitern in ihrer blauen Arbeiter Uniform vor den Toren der Fabrik beim praktizieren von Taijiquan, dem 24 Peking set oder Qi Gong. Die Gremien welche die Organisationen gründeten und deren Inhalt festlegten waren natürlich nur auf die Gesundheit des Volkes bedacht. Alles was ihnen unverständlich oder gefährlich vorkam wurde aus den Künsten herausgeschnitten. Besonders was die Spiritualität oder dem realen Kampf in Kung Fu oder Taijiquan anging wurde gestrichen und für das gemeine Volk zurechtgestutzt. Die chinesische Medizin verlor dadurch vieles, Geisterpunkte und spirituelle daoistische Heilhandlungen wurden gestrichen in der universitären Ausbildung, jahrhunderte Jahre alte Erfahrungen von Ärzte Familien einfach nicht übernommen. So geschehen auch mit den Kampfkünsten. Die Angst durch traditionelles Kung Fu oder Taijiquan das Volk wehrfähig zu machen war zu groß. So wurde die moderne sportliche Wettkampf Variante „Wushu“ ins Leben gerufen. Das Volk soll sich gesunden und messen auf Wettkämpfen. Nicht mit ihrer traditionellen Kampfkunst auf die Strasse gehen und aufbegehren. Das gab es schon zu genüge in Vergangenheit. Kung Fu Meister wurden Anführer von Sekten um gegen den Kaiser oder Province Regierung aufzubegehren wenn es dem Volk zu schlecht ging. Die wollten die dreier Harmonie herstellen „Himmel, Mensch, Erde“. Das Wort Qi Gong wurde kreiert so das nun ein Oberbegriff für alle Energieübungen die es so gab feststand. Vorher waren diese Übungen nur unter ihrem eigentlichen Namen bekannt, wie Das Spiel der fünf Tiere, Acht Brokat Übungen, Achtzehn Lohan Hände etc.. Nun gab es einen Sammelbegriff. Auch bei diesen Übungen für das Volk wurde der spirituelle Aspekt (Freigeist) herausgenommen somit der vermeintlichen Gefahr des Aufbegehrens herausgeschnitten. Als Qi Gong und Taijiquan es schaffte in Westen zu kommen waren es genau diese abgespeckten auf die körperliche Gesundheit reduzierte Künste. Nicht das Beste und Höchste dieser Künste also sondern nur das für die Gesundheit förderlichste war darin enthalten. Wer das Glück hat einen Meister in einer Traditionslinie zu finden kann sich glücklich wähnen. Den diese sind meist nicht gebunden an die Normen und Beschneidungen von Verbänden. Auch wen diese es sicherlich gut meinen mit ihrer Qualitätssicherung. Aber ein Meister kennt seine Schüler und wird ihm genau das geben in dem Moment seiner erreichten Entwicklungsstufe. Dies kann sicherlich kein Programm von eines Dachverband oder einer Organisation dem Mitglied geben.