Sitzen in Vergessenheit

Sitzen in Vergessenheit

Um in das Dao eintreten zu können muss man sich dem „Sitzen in Vergessenheit“ widmen.

Sitzen in Vergessenheit ist ein Geisteszustand indem der Unterschied von innen und außen aufgelöst wird. Dieser Geisteszustand hilft uns die mystische Einheit des Dao zu erlangen.

Im „Zuowanglun“(Author: Sima Chengzhen)  -> „Die Abhandlung über das Sitzen in Vergessenheit“ wird dies in  7 Stufen erläutert. Diese sind:

  • Ehrfurcht und Vertrauen
  • Unterbrechung des Karmas
  • Zähmung des Geistes Xin
  • Loslösen von weltlichen Angelegenheiten
  • Wahre Betrachtung
  • Intensive Sammlung
  • Erlangen des Dao

Das „Zuowanglun“ beruft sich letztendlich auf das Werk von Zhuangzi („Buch des Meister Zhuang“).  Zuowanglun ist eine Abhandlung über die Praxis ohne viele technische Details eher gedacht die Zustände des Geistes beschreibend. Das Werk weißt auf zahlreiche möglicher Schwierigkeiten hin in Bezug auf die Beziehung zur normalen Welt. Genauso enthält es aber auch detaillierte Beschreibungen über die erlangte Weltanschauung nach korrekter Praxis.

In einem anderen Werk dem „Dingguan Jing“  werden eher technische und praktische Hinweise über das Sitzen in der Vergessenheit erläutert. In diesem Werk werden die fünf Phasen des Geistes Xin und die sieben Stufen des Körpers beschrieben und erklärt. In den Werken des bekannten daoistischen Heilers Sun Simiao (ca. 6.Jahrhundert) sind diese Abstufungen oder Einteilungen schon enthalten.

 

To judge…

To judge…

To judge heißt beurteilen oder auch richten. Wir sollten mal realisieren wie oft wir das Tag täglich tun. Man sollte jetzt nicht anfangen zu zählen sondern, sich einfach in solch einem Moment bewußt darüber sein. Ihr werdet euch wundern wenn ihr euch dessen gewahr werdet. Ungefragt nimmst du es in die Hand etwas zu richten in deinen Geschichten. Betrachtet man dies etwas näher könnte der Eindruck entstehen Neutralität liegt einem nicht so im Blut. Viele denken vielleicht das gehört zum guten Ton. Wenn ich Zeitung oder Magazine lese gibt es kaum noch irgendein Artikel ohne den Kommentar des Reporters der subtil in den Artikel oder Bericht eingeflochten ist.. Wer zum Himmel hat ihn danach gefragt? Subtile Meinungsmache allerorts ob Privat oder in den Medien. Eigentlich müsste man eine App erfinden die alles außer die Information aus den Medien heraus filtert oder schwärzt. Da würden so manche Zeitungen oder Magazine wieder auf das wesentliche reduziert die Information.

 

Ich persönlich habe mir für 2019 vorgenommen bewußter mit diesem Thema umzugehen. Menschen oder Situationen ohne innere oder verbale Beurteilung wirken lassen ist meine Devise. Nicht so einfach da gehört eine dicke Portion Aufmerksamkeit dazu. Wenn man das richten  über Menschen lässt ist das der erste und wichtige Schritt zur Entwicklung von Mitgefühl. Beginnt das Mitgefühl zu wachsen ist das eine gute Richtung das Übermaß an Ichbezogenheit zu reduzieren.    

Viel Erfolg bei der Aufmerksamkeit

 

Wie enge den Menschen blockiert

Wie enge den Menschen blockiert

Die Transportsysteme im menschlichen Körper sind die Blutgefäße und die Meridiane. In den Meridianen wird das Qi (Lebensenergie) transportiert und in den Blutgefäßen bewegt sich das Xue (Blut). Beide Systeme spannen sich wie eine Netz über den Körper des Menschen. Das heißt Arme, Beine, Torso und der Kopf alles verbunden über ein Netzwerk.

 

Viele sind sich dessen nicht bewußt und machen deswegen einiges falsch bei Kleidung oder anderen Bekleidungsgegenständen. Zu enge Hosen, Socken, Strümpfe oder selbst Uhren und Armbänder können den Fluss von Qi und Xue behindern. Manchmal ist es sichtbar wie z.B. bei Socken, ein anderes mal weniger oder garnicht. Die Wirkung der Verengung ist trotzdem da. Die Geldbörse in der engen Hosen oder Schlüsselbund sind auch Beispiele für ein mechanisches Abdrücken von Durchblutung und von Qi. Bei kalten Hände oder Füße oder einfach Energielosigkeit sich auch mal darüber Gedanken machen und bei Bedarf einfach ändern. Also lockert euch auf in allen Bereichen innen wie außen ;).

Ein Krieger ist…

Ein Krieger ist…

Was sind sie diese Krieger nur Kämpfer oder brutale Schläger ? Nein, eigentlich genau das Gegenteil. Sie sind voll ausgebildet in den drei Ebenen des Menschen, Jing (Körper), Qi (Energie) und Shen (Geist/Spirit). Sie setzen sich durch ihre Ausbildung immer für die Bedürftigen ein lassen sich nicht zum anwenden ihrer Kampfkunst zwingen wenn sie nicht dahinter stehen können. Sie sind von hoher moralischer, ethischer und menschlicher Gesinnung.

 

Wer sich selbst besiegt ist der größte Krieger

Konfuzius

Krieger -> General Guan Yu

Sie haben durch ihre Vollausbildung mentale Klarheit erlangt und können in einem Bruchteil einer Sekunde Situationen erkennen und richtige Entscheidungen fällen. Wogegen ein Kämpfer eben nur ein Kämpfer ist; er kann halt nur das in was er ausgebildet, was er gelernt hat und auch beherrscht; kämpfen. Krieger hingegen könne ihre vielseitigen Künste im Alltag einsetzen und umsetzten. In der Geschichte wurde sie immer herangezogen wenn es um Entscheidungen ging ihr Rat wurde gerne angenommen. In emotionalen Debatten und haben sie sich nicht aus der Mitte bringen lassen und konnten dadurch Klarheit einbringen. Ein Krieger beschreibt also jemanden der durch seine Vollausbildung in der Gesellschaft schon immer ein wichtiger  Bestandteil war. Krieger sein ist ein kompletter Weg wohingegen ein Kämpfer nur zeitlich begrenzt ist und durch seine nur kämpferische Ausbildung nur imitiert gesellschaftlichen Nutzen hat. 

 

Mikro- und Makrokosmos verstehen?

Mikro- und Makrokosmos verstehen?

In der Tradition und Lehre der Daoisten sind wir ein energetisches Abbild des Universums. Die Daoisten nennen das Universum auch den Makrokosmos und uns Menschen im Vergleich benennen sie Mikrokosmos. Der Mikrokosmos kann energetisch nicht vom Makrokosmos getrennt betrachtet werden. Die Einflüsse sind körperlich erfahrbar. Dazu bedarf es natürlich eine Ausbildung für meisten. Viele Menschen reagieren aber auch ohne Ausbildung auf äußere Einflüsse. Das gute einer Ausbildung ist aber das wir uns Stück für Stück durch geleitete Übungen der Feinstofflichkeit nähern. Dadurch versteht der Schüler des Dao Weges von außen nach innen und später dann das es kein außen und innen gibt. Es gibt einen vorgeschriebenen Weg der Ausbildung dies ist in den Klassikern von Meistern dieser Kunst niedergeschrieben worden. Die Techniken des Weges können aber von Schule zu Schule unterschiedlich sein. Die Essenz ist aber die gleiche. Die drei Schätze des Menschen ausbilden und sie wieder zusammenführen. Was sind die drei Schätze des Menschen? -> Jing, Qi, Shen.

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Bild zeigt „Die drei Schätze vereinen“

Erst den Körper (Jing) komplett flexibel und gesund machen. Danach wird die Lebensenergie (Qi) gestärkt damit der Geist/Spirit genährt werden kann. Jede Stufe macht uns sensibler für den so genannten Makrokosmos, das Äußere. Meine eigene Erfahrungen waren das ich ich zum Beispiel bestimmtes Essen nicht mehr mochte, bestimmte Gegenden mied ja sogar mich von Menschen fern hielt. Nicht etwa weil ich dies wollte sondern weil der Energiekörper den ich au einmal wahr nahm sich unwohl fühlte. Ich fand her raus das ich immer mehr meinem Energiekörper folgte. Er zeigte mir ohne Hintergedanken das ist gut oder das ist schlecht für mich. Genau so erzählen es auch manche meiner Schüler nach einer Weile  die sich bei mir in die der Ausbildung sind . Sie fühlen sich auf einmal unwohl in bestimmten Situationen oder sehr Wohl bei anderen. Dies empfinden sie dann erst einmal seltsam bis ich sie aufkläre das sie eine bestimmte Stufe auf ihren Weg erreicht haben und sie jetzt lernen müssen darauf zu hören. Hat man diese Stufe erreicht ist man jetzt bewußt und gefühlsmäßig mit dem Makrokosmos verbunden. Ich sage“bewußt“ denn eigentlich sind wir es nie sondern nur unsensibel dafür.