Durch helfen hilft man sich selbst?

Durch helfen hilft man sich selbst?

Ist die Motivation, anderen zu helfen, eine Erweiterung des tiefen Wunsches, einen verwundeten Teil von uns selbst zu heilen?

Manche Menschen scheinen aufgerufen zu sein, anderen zu helfen, oft schon sehr früh in ihrer Kindheit, und auf die Bedürfnisse von Familienmitgliedern, Fremden oder Tieren mit einer Selbstlosigkeit zu reagieren, die sehr beeindruckend ist. Oft scheinen diese Menschen nur sehr wenige eigene Bedürfnisse zu haben, und der Schwerpunkt ihres Lebens liegt auf der Rettung, Hilfe und Heilung anderer.

Während es Menschen gibt, die wirklich in der Lage sind, diesen vollständig gebenden Lebensstil aufrechtzuerhalten, hat die überwiegende Mehrheit Bedürfnisse, die unter der Oberfläche liegen, unbefriedigt und oft unsichtbar.

undefined

In diesen diesen Fällen kann ihre Motivation, anderen zu helfen, eine Erweiterung des tiefen Wunsches sein, einen verwundeten Teil von sich selbst zu heilen, der nach der Art von Liebe und Aufmerksamkeit hungert, die sie täglich an ihre Umgebung richten. Aus einer Reihe von Gründen können sie sich nicht die Liebe geben, die sie brauchen, und geben sie anderen. Dies bedeutet nicht, dass sie nicht dazu gedacht sind, anderen zu helfen, aber es bedeutet, dass sie gut daran tun würden, einen Teil dieser helfenden Energie in sich zu verwandeln.

Ein Problem mit dem Rettungsmodell besteht darin, dass der Einzelne in der Rolle stecken bleiben kann und auf Kosten des inneren Friedens und des persönlichen Wachstums immer im Krisenmodus lebt. Bis die Person ihre eigenen inneren Dramen auflöst, spielen sie sie in ihren Beziehungen zu anderen aus. Sie ist angezogen von denen, die sie brauchen und oft nicht in der Lage sind, ihre eigenen Bedürfnisse anzuerkennen oder sie zu befriedigen. Im schlimmsten Fall ermöglichen sie sogar das Dilemma der anderen Person. Es kann sein das sie nicht wissen, wann sie aufhören sollen, den Retter zu spielen, und der Person erlauben, es selbst herauszufinden. Wenn der Retter jedoch die Kraft findet, sich nach innen zu wenden und sich den bedürftigen Aspekten seiner eigenen Psyche zu stellen, kann er oder sie ein Modell der Ermächtigung und eine wahre Quelle der Heilung in der Welt werden.

Einige Anzeichen dafür, dass Sie oder jemand, den Sie lieben, den Retter in sich retten müssen, sind:

innerer Burnout;

zugrunde liegender Groll;

die Unfähigkeit zuzugeben eigene Bedürfnisse zu haben;

und die Unwilligkeit verletzlich zu sein.

Hilfe kommt, wenn wir uns erlauben zuzugeben, dass wir sie brauchen, indem wir unsere Menschlichkeit und unsere Ganzheit anerkennen, indem wir unseren Schmerz anerkennen. Das Verständnis, das wir dabei gewinnen, wird natürlich unsere Fähigkeit verbessern und inspirieren, den Bedürftigen zu helfen, dasselbe zu tun.

Was ist „Innere Alchemie“?

Was ist „Innere Alchemie“?

Das praktizieren der „Inneren Alchemie“ verfolgt die Rückkehr zur Quelle des Dao.

Es beinhaltet die systematische Verfeinerung der menschlichen drei Schätze Jing-Qi-Shen.

Dies verschafft uns eine besseres Verständnis von uns selbst, dem Universum und den Zweck/ Ziel unseres Lebens.

Im Daoismus gibt es Anleitungen und praktische Methoden die uns in Richtung eins werden mit der Natur  führen. Dies zu erlangen ist einer der zu erreichenden der Ziele im Daoismus.

Die Innere Alchemie basiert auf der traditionellen „Jing-Qi-Shen“ Theorie.

Dao (Shen) erzeugt Qi, Qi erzeugt Jing und Jing erzeugt den Körper (Xing). 

In der Inneren Alchemie soll dieser Prozess umgekehrt werden so das wir zum Ursprung zurückkehren können, zu unserer originalen Natur. Die Rückkehr zum Original ist das Ziel der Arbeit in der Inneren Alchemie. Von Jing zu Qi und Qi zu Shen (Dao) wäre dann der Umkehrprozess.

Die praktischen Anwendungen sind folgendermaßen:

  • Das bilden eines Fundaments (Körper gesund und flexibel)
  • Umwandeln des Jing (Körpers/Fleisch) in Qi
  • Umwandeln von Qi in Shen (Geist)
  • Umwandeln von Shen in Leere
  • Umwandeln von Leere in Dao

Sehr wichtig in der Inneren Alchemie ist die Zusammenarbeit und Verbindung von Herz und Niere.

Das Herz- Feuer wird während des praktizieren genutzt um das Nieren- Wasser zu wärmen. Dies wird auch als Drachen und Tiger vereinen sich oder Yin und Yang werden zu Eins genannt.

Das Ziel der Inneren Alchemie ist den Entstehungsprozess des nachgeburtlichen Lebens umzukehren wieder eins werden mit dem was vor der Trennung schon immer vorhanden war.

Entstehungsprozess: Wuji -> Taiji -> 10 000 Dinge

wuchi-Taiji 2

Damit dieser Prozess umgekehrt werden kann gibt je nach Schule viele verschiedenen schrittweise Methoden. Der letzte Schritt aller Schulen der Inneren Alchemie ist es jedoch von Taiji zu Wuji zu gelangen. Dadurch kann wieder in das Dao eingetreten werden und erreicht dadurch den Status eines Unsterblicher.

Der dieses Ziel erreicht hat ist aus dem Kreislauf des Yin Yang ausgetreten und wird somit nicht mehr geboren, kann dadurch auch nicht mehr sterben.

 

 

Sitzen in Vergessenheit

Sitzen in Vergessenheit

Um in das Dao eintreten zu können muss man sich dem „Sitzen in Vergessenheit“ widmen.

Sitzen in Vergessenheit ist ein Geisteszustand indem der Unterschied von innen und außen aufgelöst wird. Dieser Geisteszustand hilft uns die mystische Einheit des Dao zu erlangen.

Im „Zuowanglun“(Author: Sima Chengzhen)  -> „Die Abhandlung über das Sitzen in Vergessenheit“ wird dies in  7 Stufen erläutert. Diese sind:

  • Ehrfurcht und Vertrauen
  • Unterbrechung des Karmas
  • Zähmung des Geistes Xin
  • Loslösen von weltlichen Angelegenheiten
  • Wahre Betrachtung
  • Intensive Sammlung
  • Erlangen des Dao

Das „Zuowanglun“ beruft sich letztendlich auf das Werk von Zhuangzi („Buch des Meister Zhuang“).  Zuowanglun ist eine Abhandlung über die Praxis ohne viele technische Details eher gedacht die Zustände des Geistes beschreibend. Das Werk weißt auf zahlreiche möglicher Schwierigkeiten hin in Bezug auf die Beziehung zur normalen Welt. Genauso enthält es aber auch detaillierte Beschreibungen über die erlangte Weltanschauung nach korrekter Praxis.

In einem anderen Werk dem „Dingguan Jing“  werden eher technische und praktische Hinweise über das Sitzen in der Vergessenheit erläutert. In diesem Werk werden die fünf Phasen des Geistes Xin und die sieben Stufen des Körpers beschrieben und erklärt. In den Werken des bekannten daoistischen Heilers Sun Simiao (ca. 6.Jahrhundert) sind diese Abstufungen oder Einteilungen schon enthalten.

 

Sinnesorgane

Die Sinnesorgane sind unsere Tore zur Außenwelt. Die am meisten benutzten Tore, bewusst oder unbewusst, sind unsere Augen und Ohren. Die Ohren werden beschallt von Gesprächen, Gesprächsfetzen, Büro- und Verkehrslärm, Nachrichten, Musikbeschallung. Zwischendurch das Mobiltelefon am Ohr oder irgendwelche Maschinen rattern, piepsen klingeln und krachen. Diese ständige diffuse Berieselung kann ganz schön auf die Nerven gehen. Ähnlich geht es den Augen ständig am folgen von immer schneller werdenden Bildern. Autos, Züge, die Bilder Abfolge in Filmen dringen in uns ein ohne Pausenabschnitte werden wir staccato ähnlich beschossen. So betrachtet ist es ganz klar das sich immer mehr Menschen nach Entschleunigung sehnen. Kurse in Yoga, Mediationen, Qi Gong und Entspannung boomen. Die eigentliche Tiefe welche diese Künste einmal vermittelten sind wenig gefragt dafür aber die Nebeneffekte welche diese alten Künste mit sich bringen. Abschalten können sind die gesuchten und gefragten Fähigkeiten. Abschalten? Sinnesorgane gehören zum menschlichen Dasein, man kann sie nicht abschalten. Man sollte eher lernen den Input ab und zu in eine andere Richtung zu lenken somit die Frequenz der Eindrücke auf ein Entspannungsmaß zu senken. Wie ?

Butterfly_s

Besinnen auf die Schönheiten unseres  Daseins.  Den Ohren rauschen der Bäume, des Windes und zwitschern der Vögel, das Wassergeplätscher oder dem guten alten Mozart wieder bewusst aussetzen. Dies sind Melodien die dem Ohr d.h. uns gut tun, uns beruhigen und entspannen. Hören wir einfach auf nichts und niemanden außer der Natur deren Teil wir sind. Wir werden eins und damit ruhig und wieder aufgeladen und entspannt.

Die Augen schauen in die Ferne, sehen wunderschöne Landschaften, einen Tautropfen, die Schönheit eines Schmetterlings oder eines Gesichtes. Es gibt viele schöne Augen-Blicke das Fenster zur Welt lässt uns auch dadurch zur Ruhe kommen.

Die schnelle Außenwelt des Alltags beginnt sich zu beruhigen.

In diesem Sinne Augen und Ohren auf aber in die richtige Richtung

Rückzug / Retreat

Rückzug / Retreat

Nachdem ich dieses Jahr nicht zum meinem jährlichen Jahresabschluss – ZEN Retreat kann beschloss ich ein eigenes Zen Retreat Zuhause abzuhalten. Bevor es beginnt mache ich mir noch ein paar Gedanken über die Sinnhaftigkeit einer solchen Klausur. Das Zuhause ist natürlich kein Kloster und somit kein Service zu erwarten. All die fleißigen Helfer welche Essen zubereiten die Teekannen immer auffüllen oder Frühstück servieren fallen diesmal weg. Eigeninitiative ist gefragt und der Zeitplan sogar noch enger als im Zen Kloster da alle Helfertätigkeiten nun selbst ausgeführt werden müssen. Eine große Chance nun Zen in jeder Tätigkeit zu leben nicht nur im Zazen dem Meditieren.

ZEN ist wenn wir all unser Handeln im Hier und Jetzt ausführen. Man könnte sagen ich bin doch im hier und jetzt wenn ich eine Tätigkeit ausführe sonst könnte ich dies ja nicht. Ich bin präsent im hier und jetzt dies stimmt aber meist nur für die körperliche Anwesenheit. Vollkommenes hier und jetzt bedeutet keinerlei Ablenkung während dem Tun. Spüle ich ab dann spüle ich ab, koche ich dann koche ich fahre ich Auto dann fahre ich Auto usw. Betrachten wir uns aber aufmerksamer werden wir feststellen das der Geist unstet umherwandert und eben nicht im hier und jetzt verweilt. Sein antrainierter Charakter lässt ihn immer wieder nach vorne oder hinten wandern. Er ist ein Teil von uns handelt aber fast unabhängig von uns. Buddha sagte schon: „Die Natur des Geistes ist das denken“. So weit so gut nur das dieser Geist einfach ungefragt seine Aufgabe beginnt ist das Dilemma. Ein gut erzogener Geist sollte sein Aufgabe beginnen wenn er dazu aufgefordert wird. Dies wieder so hinzubekommen ist die Aufgabe eines Menschen der zur Erkenntnis kommen möchte. Die Erkenntnis wer bin ich! Nein ich bin nicht mein Intellekt nicht die Gedankenkonstrukte meines lauten Geistes was viele annehmen. Viele Zen Meister stellen dem Schüler solche Fragen wie, wer bist du und bekommen dann Antworten wie, ich bin der Paul dann kommt die nächste Frage, was bist und die Antwort ist vielleicht, ich bin Ingenieure. Beide Antworten sind von der Zen Lehre her betrachtet natürlich so nicht richtig. Ein typische Zen Falle um zu testen wie tief der Schüler schon in die Lehre eingedrungen ist. Kommt der Geist einmal zur Ruhe erscheint das wahre eigene Wesen ohne Kommentare. Es ist einfach da nicht beschmutzt oder bedeckt von Gedankenfetzen. Rein klar und ruhig erleben wir das sein, kein Sinnesorgan reagiert, da plötzlich alle als eine Sinnes-Einheit präsent sind. Kein hier und dort, ich und du oder oben und unten ein hundertprozentiges Sein ohne Unterbrechung. In vielen Kulturen wird dieser Zustand verschieden benannt zurück zu Gott, Buddha, All-Eine, Dao, Erleuchtung etc.

Ein Retreat gibt einem die Möglichkeit sich der äußeren Ablenkungen zu entziehen und so mit schneller zur Tiefe und Ruhe zu gelangen. Ein fester Tagesablauf mit festen Ritualen helfen enorm sich nicht in Zeit und Raum zu verlieren. Kein sprechen, keine Unterhaltung oder Ablenkung irgendwelcher art sind Voraussetzung will man optimal in seiner Selbstkultivierung voran kommen. Den ganzen Tag im ZEN Zustand ohne Ablenkung ja so würde ich ein ZEN Retreat beschreiben. Zen beim Kartoffel schälen, beim Zähneputzen, beim Meditieren, beim schlafen das ist ZEN. Eigentlich 24h lang Zen ist eine wahre Klausur welche einem zu tieferen Erkenntnis in der Frage wer bin ich verhilft.

Home Retreat Timetabel:

4:00 aufstehen, 4.30 Dao Yin, 5:15 Zazen, 6:00 Gehmeditation, 6:15 Zazen, 6:45 Rezitation Herz Sutra, Frühstück, 8.30 Hausreinigung, 9:45 Zazen, 10:15 Gehmeditation, 10:30 Zazen, 11:00 Mittagessen und Pause, 13:30 Studium, 14:30 Zazen u. Gehmeditation, 15:30 Tee Pause, 16:30 Vortrag Roshi, 17:30 Abendessen, 18:30 Zazen, 19:00 Gehmeditation, 19:15 Zazen, ab 21 Bettruhe

Dieser Zeitplan entspricht ungefähr dem des Zen Klosters und kann Zuhause auch ganz gut umgesetzt werden.

Ich beginne heute und werde eine Weile offline sein.

Mögen alle Wesen glücklich sein.

Wintersonnenwende und das Dao

Wintersonnenwende und das Dao

In der Philosophie des Daoismus wird die Wintersommerwende als die Zeitspanne mit dem meisten Yin- Anteil angesehen. Es ist die Winterzeit wo das Yang nicht überstrapaziert werden sollte. Übersetzt heißt das einfach weniger Action mehr entspannen das sollte sollte der Mensch jetzt beachten. Die Natur macht es uns vor wie optimal man dies gestalten kann. Tiere machen Winterschlaf oder reduzieren die Action nur auf das Lebenswichtige. Die Pflanzen sind in vermeintlicher Starre aber schon mit ihren Knospen startbereit für den Frühling. Da wir natürlich auch ein Teil der Natur sind sollten wir uns auch nicht von diesen Naturgesetzen entfernen. Yin (Winter) ist der Ruhe zugeordnet und das Yang (Sommer) der Bewegung und Action. Sind wir im Einklang mit dem Makrokosmos (Natur) werden wir für unseren Mikrokosmos (Leben) die optimale Vitalisierung erlangen. Arbeitet der Mensch stark gegen die Natur kostet dies viel von seiner Lebensenergie Qi.

Anpassen an die max. Yin Zeit (Winter) kann viele Facetten haben. Weniger ist mehr damit ist vor allem Leistungsorientiertes Verhalten gemeint den dies lässt das Yang nicht zur Ruhe kommen. Den Sport sollte man etwas runterfahren besonders wenn dieser mit starker Belastung einher geht. Tempo rausnehmen, Trainingsgewichte reduzieren auch die Gesamtzeit des Trainings etc. also man braucht nicht verzichten sondern alles nur relaxt angehen. Der Schlaf sollte nun ein bis zwei Stunden länger sein als in den anderen Jahreszeiten. All dieses wird schon ganz klar im Buch des gelben Kaisers dem Neijing Kapitel 2 beschrieben. Dieses Buch gehört zu den Klassikern und ist so etwas wie die Bibel der Klassischen Chinesischen Medizin.

Ein Auszug aus dem Neijing Buch:

„Die drei Monate des Winters werden schließen und speichern genannt. Wasser gefriert und die Erde reißt auf. Störe das Yang garnicht. Gehe früh zu Bett und stehe später auf. …..

Vermeide die Kälte und suche die Wärme. Lass die Haut nicht auslaufen (schwitzen)…

Sich diesen Prinzipien zu widersetzen, verletzt die Niere. (Nei Jing, Kapitel 2)

Winteraction in einer Nussschale:

  • mehr Schlaf
  • weniger Action
  • möglichst saisonal essen
  • warm halten und warm trinken

Wer dies beherzigt wird gesund und vital den Frühling begrüßen.

Immortal Li

Immortal Li

Sein voller Name ist Li Tieguai oder wird auch „Li mit der eisernen Krücke“genannt.

Immortal Li ist einer von den bekannten daoistischen „Eight Immortals“. Wie jeder von den „Acht Unsterblichen“hat er eine bestimmte Fähigkeit inne. Er reiste gerne nah und fern ohne irgendwelche Transportmittel zu nutzen. Er schwebte / reiste ohne Körper, sein Spirit war fähig dazu. Li Tieguai lernte direkt von Lao Tse und erlangte dadurch die Unsterblichkeit.

Seinen behinderten Körper bekam er nachdem er seinen eigentlichen Körper für eine Astral- Reise verlassen hatte und nach sieben Tagen zurückkehren wollte. Jedoch fand der seinen eigentlichen Körper nicht mehr.

Was war geschehen? Sein Schüler Li Qing hatte seinen Körper verbrannt. Li Taiguai wies seinen Schüler vor seiner Astral Reise an dies zu tun falls er nach sieben Tagen nicht zurückkehren sollte. Am morgen des siebten Tages bekam der Schüler eine Nachricht das seine Mutter im sterben liege und er war im Zwiespalt; weiterhin aufpassen auf seinen Meister oder zu seiner Mutter gehen. Da es aber schon der siebte Tag war, wenn auch noch früh, beschloss der Schüler den Körper zu verbrennen und seiner Mutter die letzte Ehre zu erweisen.

Als Li Taiguai am siebten Tag zurückkehrte fand er statt seinen Körper nur noch einen glimmenden Aschenhaufen vor. Seinen menschlichen Körper gab es nicht mehr.

Immortal Li musste nun schleunigst einen neuen Körper für seinen Spirit finden und in der Nähe fand einen sterbenden Bettler welcher in einem Graben lag. Diese Chance nutzend fuhr der Spirit von Immortal Li in den Körper des so eben verstorbenen. Nachdem Li den Körper wieder aktiviert hatte spürte er das der Körper des Bettlers gelähmt war und das er sich nur mittels einer eisernen Krücke bewegen konnte. So wurde Li Tieguai zu einem hässlichen alten Mann mit schmutzigen Gesicht, zotteligen Bart und unordentlichen Haar welcher mit einer eisernen Krücke und einer Kalebasse bestückt war.

In dem Flaschenkürbis war Medizin die nie zu Ende ging. Mit seiner Macht und dieser Medizin hilft er Unterdrückte, Bedürftige und Kranke.

Eight Immortals

Viele bzw. die meisten Unsterblichen waren zuvor normale Menschen. Sie zogen jedoch die Aufmerksamkeit der Götter auf sich. Zum Beispiel wurden sie ungerecht behandelt jedoch beschwerten sie sich nie oder halfen anderen mehr als sich selbst. Sie waren vom Ego befreit und Selbstlos führten sie ihr Leben. Natürlich kann man davon ausgehen das sie sich auch der daoistischen Selbstkultivierung verschrieben hatten bevor sie zur Belohnung ihrer Taten auf Erden den Status eines Immortals erlangten.

 

 

Der Krieger

Der Krieger

Ein Krieger lebt vom Handeln, nicht vom Denken über das Handeln oder vom Denken darüber, was er denken wird, wenn er mit dem Handeln fertig ist.

Carlos Castaneda

Durch jahrelanges Training des Körpers, der Energie und des Geistes entwickelt sich der Mensch auf dem Weg des Kriegers weiter. Aber nur wenn all drei Aspekte des menschlichen Daseins auch mit einbezogen sind.

San Bao die drei Schätze müssen dabei gleichmäßig gefordert und gefördert werden sonst wird die Ausbildung nicht komplett sein. Jing / Körper, Qi/ Vitalenergie und Shen/ Geist sind diese drei Schätze des Menschen.

In einer Ausbildung zum Krieger werden genau diese drei Schätze kultiviert. Im Vergleich zu einer Kämpfer- Ausbildung ist die Ausbildung zu einem Krieger viel komplexer und auch das ganze Leben andauernd.

Der Kämpfer braucht einen trainierten Körper und ein Spektrum von Techniken die er einsetzen kann. Gepaart mit etwas Taktik und Strategie fertig ist die Ausbildung . Den Gipfel seiner Leistungsfähigkeit kann ein Kämpfer für ein paar Jahre halten dann setzen wie bei jedem Sportler die altersbedingten körperlichen Limitierung ein.

Jemand der eine Krieger Ausbildung beschreitet wird natürlich auch an seinen Körper arbeiten und sollte natürlich auch den Kampf / Wettkampf geübt haben. Dies dient ihm dazu die Limitierung des Körpers und seine Leistungsfähigkeit kennen und abschätzen zu erlernen. Aber wie schon weiter oben gesagt ist das nur ein Teil der Ausbildung. Genau dieser Teil der Ausbildung lässt den ausgebildeten Krieger später schnelle und richtige Entscheidung fällen. Denn hat gelernt im Kampf schnell zu reagieren und zu agieren. Dies führt den Krieger durch die geistige Reflexion der Kämpfe immer schneller zu richtigen Entscheidungen. Kann er dieses Krieger- Geist im Alltag umsetzen ist er ein guten Schritt weiter gekommen in seiner Ausbildung. Ruhe und Gelassenheit gepaart mit innerer Kraft lässt einen Krieger immer die Mitte wahren. Die innere Kraft entsteht durch Übungen mit dem Qi. Im diesen Teil der Ausbildung werden Qi Gong und Neigong herangezogen. Qi Gong macht den Menschen gesund und erhält ihn gesund. Qi Gong öffnet Blockaden so das die Vitalenergie frei durch den Körper zirkulieren kann dies bedeutet Gesundheit. Neigong erhöht die Menge von Vitalenergie somit sind wir vitaler, konzentrationsfähiger und die mentale Klarheit ist immer vorhanden. Die Kultivierung des Geistes wird in der Ausbildung eines Kriegers durch die Meditation vollzogen. Dieses Ausbildungsabschnitt ist der Peak und hierfür sollte die körperliche und energetische Kultivierung schon fortgeschritten sein. Körperliche Blockaden lassen während der Meditation den Geist nicht zur Ruhe kommen da er immer wieder vom Körper abgelenkt wird. Ist nicht genug Qi vorhanden kann die Aufmerksamkeit während der Meditation nicht aufrecht erhalten werden.

San Bao- die drei Schätze

Die drei Stufen Ausbildung:

  • Körper/Jing -> Flexibilität, Dao Yin, Stabilität, Kung Fu- Technik- Training, Konditionierungen
  • Energie/Qi -> Qi Gong, Neigong
  • Geist/ Shen -> Meditation

Diese drei Stufen können einzeln abgearbeitet werden oder aber auch in ausgesuchten Übungen zusammen fließen. Ein gutes Beispiel ist hierfür ist das Zhan Zhuang die Stehenden Säulen bei der alle drei Ebenen einfließen können.

Der Krieger Geist ist für die Gesellschaft sehr wichtig. Das beobachte ich immer mehr. Debatten, Diskussionen werden immer mehr emotional geführt und dabei bleiben Fakten meist außen vor. Je lauter und emotionaler desto mehr Recht so kommt es mir vor.

Es ist Zeit mehr Warrior auszubilden um die Yin Yang Balance fördern und damit die derzeitigen gesellschaftlichen Schieflage entgegen zu wirken!

Ohne Geschicklichkeit kann Stärke nicht zum Tragen gebracht werden, und ohne Stärke kann Wissen nicht angewendet werden.

Alexander der Große

Das starke Immunsystem

Das starke Immunsystem

Die Komplexität des Immunsystems ist vielen nicht so richtig bewußt einige glauben fest an die beworbenen Vitaminen, Mineralien usw. weil es ja in fast jeder Wellness oder Gesundheits- Zeitschrift so beschrieben, beworben wird.

Nicht das diese Stoffe nicht wichtig sind jedoch sind sie nur ein kleiner Puzzleteil im Gesamtbild des Immunsystems.

Welche Faktoren sind es also die ein starkes Immunsystem ausmachen?

  • Genügend Schlaf / Ruhephasen
  • Vollwertige abwechslungsreiche Nahrung
  • Genügend Bewegung (muss aber kein Sport sein)
  • Stress- Vermeidung

Wenn dies in unserem Leben integrieren können werden wir bald merken das wir vitaler werden und das wir immer weniger krank werden.

Genügend Schlaf / Ruhephasen ist sehr individuell und sollte jeder für sich selbst herausfinden. Manch einer braucht 8-9 Stunden ein anderer vielleicht nur 6-7h. Da hilft es nur austesten um das ideale Schlafpensum für sich zu finden. Kurze Ruhephasen während des Tages einlegen z.B. in der Pause bei einem kleinen Spaziergang die Gedanken leeren oder auch mal einen Power Nap für ca. 5-10 Minuten. Das wichtige ist nur dabei den Kopf für eine Weile zu entlasten und die zu starke Konzentration für diese Ruhephasen Momente loslassen.

Vollwertige abwechslungsreiche Ernährung ist eine großer Herausforderung wenn der Tagesablauf von der Arbeit bestimmt wird. Kantinenessen oder Fastfood ist da meist die Regel und da kann man nicht all zu viel erwarten außer das der Magen gefüllt ist. Darum sollte der Gesundheitsinteressierte sich auf das Frühstück oder Abendessen fokussieren. Bei diesen beiden Mahlzeiten können wir selbst die Hand anlegen und sie vollwertig und abwechslungsreich gestalten. Saisonal und regional und bio ist die Überschrift und wir nehmen immer die richtige Menge an den benötigten zu uns.

Genügend Bewegung damit ist nicht Sport gemeint. Sport kann man natürlich machen ist aber nicht so wichtig wenn es nur um das Boosten des Immunsystem geht. Viele Menschen haben eine sitzende Tätigkeit das bis zu acht Stunden am Tag. Die Muskeln die Gelenke sind praktisch nicht benutzt oder zumindest nur sehr eingeschränkt. Da hilft es die Treppe benutzen eine U-Bahn-, Busstation früher aussteigen das laufen und atmen genießen zwischen der Arbeit mal sich strecken und recken. Voila schon haben wir unseren Körper geholfen die Durchblutung anzuregen und die Gelenke locker zu halten.

Stress Vermeidung ist ein wichtiger Punkt den dies ist ein Energiefresser (Qi). Bei Stress ist erhöhter Stoffwechsel von Nöten dabei werden die Ressourcen des Körpers angezapft. Dem Immunsystem werden Energien geraubt die zur Aufrechterhaltung unserer Gesundheit gedacht sind. Also lasst euch nicht Stressen denn Stress ist nur eine Empfindung wenn wir glauben oder fühlen das erforderliche nicht bringen zu können. Da hilft nur eins: Gelassenheit.

Lasst euch nicht von den Werbeanzeigen oder gesponserte Artikel über einzelne Produkte welche dem Immunsystem helfen sollen nicht über den Tisch ziehen. Das Thema Immunsystem ist komplex und kann nicht mit Vitaminen, Mineralien oder Omega Fettsäuren behandelt oder geheilt werden. Klar sind dies Faktoren die zu berücksichtigen sind sollte aber mit saisonaler und regionaler Küche leicht ohne Zuführung Komplexpräparaten zu erreichen sind. Wir haben es selbst in der Hand wir brauchen keine Sätze wie: “ Mit der Einnahme von XY haben sie den Tagesbedarf eines Erwachsenen um 90% gedeckt.“. Heißt also näher betrachtet alles was ich dann noch natürlich zu mir nehme führt zur Überdosis von XY.

Unser Lebensstil und Einstellung ist Ausschlaggebend für unser Immunsystem und nicht das Nahrungsergänzungsmittel XY.