Den Alltag ehren / La Dolce Vita

Jeder Tag ist ein besonderer Tag das sollte man sich doch öfters mal wieder in das Bewusstsein führen. Viele Menschen heben etwas auf für einen besonderen Tag. Wollen etwas erhalten für einen besonderen Anlass. Da werden sich Kleidungsstücke gekauft für besonderen Anlässe und diese hängen dann geduldig, wartend auf ihren Auftritt. Dann kommt der Moment sie werden aus den Schrank geholt und oh Schreck sie sind schon völlig aus der Mode gekommen. Es wurde nie getragen um es schön und neu zu erhalten. Vielleicht Jahre gewartet gewartet um dann doch nicht genutzt / benutzt zu werden. Manche Menschen lassen sogar ihr Plastik um Couch und Sessel oder Autositz so das sie neu bleiben. Diese Ironie nicht einmal in Berührung mit seinem Möbelstück gewesen zu sein muss man aushalten für den eventuellen großen einen Auftritt.

Ist der Alltag nicht besonders genug um das verwenden von schönen Dingen zu rechtfertigen? Ist es nicht Interessant sich vorzustellen was es mit einem machen würde unsere schönsten Kleider zu tragen oder aus dem guten Porzellan zu essen. Wir senden uns damit selbst eine Botschaft. Ja das Leben ist schön und das Leben ist etwas besonderes darum zelebriere ich es auch. Dekoriere den Esstisch platziere kleine Dinge auf dem Tisch und auf dem Essen, die Augen (Tor zur Seele) werden es dir danken. Denn du bist der der besondere Gast der es wert ist das gute Porzellan zu benutzen. Lade dich ein die Schönheit und Anmut unseres Alltags bewußter zu werden. Jeder Tag des Lebens ist es Wert.

Wenn es Dinge gibt, die du für einen bestimmten Anlass verstaut hast wie Wein, Schuhe, Kleid, Anzug hole sie aus der verstaubten Ecken und benutze sie. Heute Abend verwende ich dies alles nur weil ich mich auf meine Leben freue und mich genießen will. Lade eine wen immer du willst und feiere das Leben. Denn dieser Anlass ist einfach großartiger Grund zum Feiern.

Lasse schöne Dinge nicht verstauben und warten, lebe, genieße sie bevor du verstaubst und es nicht mehr leben kannst. Sei einfach mal gut zu dir genieße dich und das Leben. Mache den Alltag ab und zu „La Dolce Vita“.

Yang Shen -„Das Leben nähren“

Yang Shen -„Das Leben nähren“

Yang Shen ist in China bekannt und wird dort von vielen praktiziert, dies seit über zweitausend fünfhundert Jahren. Es ist entstanden aus dem Wissen und der Philosophie, der Kultur, medizinischer Tradition, so wie Daoismus, Konfuzianismus, Buddhismus, klassische Medizin, Kampfkunst und dem Landvolk. Das belegen alte Schriften die in Grabstätten gefunden wurden. Leben nach den Jahreszeiten, Gesundheitsübungen, Ratschläge über richtiges Essen und wie man ein gesundes Sexleben führt waren darin enthalten.

Yang – fördern, nähren
Shen – Leben, Vitalität

Es geht hier nicht nur um die körperliche Gesundheit, strebt nach Harmonie – problemlose Integration von Körper und Geist, körperlichen und mentale Balance, Gelassenheit, frei von exzessiven Emotionen, Gesundheit und Vitalität bis ins hohe Alter, Weisheit und zum Schluss Ego freie Vereinigung mit dem Dao (alles was ist).

Es gibt drei Hauptwege in der Kultivierung von Gesundheit und Langlebigkeit.

1. Unterlasse was schädlich ist
2. Verhalte dich so, das es aktiv deine Gesundheit und Wohlgefühl fördert
3. Erlerne Künste die sich bewusst mit dem Leben beschäftigen(Qi Gong, Meditation..)

Oder es gibt die Philosophie: „Die vier Beine eines Stuhls“ alle müssen gleich stark sein damit der Stuhl stabil ist:

  • Kultivierung von Geist und Emotionen
  • Diät -> wann, was und wie wir essen und trinken.
  • Kultivierung des Körpers; Ruhe /Aktivität (Übungen) in richtiger Dosis.
  • Guter und ausreichender Schlaf

Geist/Emotionen, Diät, Übungen und Schlaf sind alle sehr wichtig, sie haben den größten Einfluss auf uns.

Viele bemühen sich nur um das eine oder andere denn sie haben das Bild des Stuhles nicht verinnerlicht.

 

Kult der Sinne

Etwas harmonisches hören lässt und im Takte schwingen.

Wird die Nase umspült von feinen Düften eröffnet das uns rosige Zeiten.

Genießen wir gutes Essen wird uns das Leben so richtig schmackhaft.

Angenehmes spüren lässt uns feinfühlig werden.

Schöne Dinge sehen geben uns Zuversicht.

Leben sollten wir mir allen Sinnen sonst bleibt die Sinnlichkeit auf der Strecke.

Höre, rieche, schaue, fühle, schmecke das Leben, das Dasein.

So weit so gut.

12580798 - child with rose flower in spring garden

Die Weisen sagen aber lasse dich nicht aus der Mitte bringen. Reagiere ich also auf all diese Feuerwerke der Sinne kann ich nicht der Mitte treu bleiben.

Dilemma denkt man da aber nein da gibt es ja die gute Meditation….abschalten…Ruhe…Frieden…Paradies.

Ich nenne es bei aktiven Leben, der Sinnesorgane weltliches Dasein bei dem meditativen Nichtstun himmlisches Dasein.

So

Bleibt nur noch die Frage wer bin ich und wenn ja warum…hahaha

 

Sinnesorgane

Die Sinnesorgane sind unsere Tore zur Außenwelt. Die am meisten benutzten Tore, bewusst oder unbewusst, sind unsere Augen und Ohren. Die Ohren werden beschallt von Gesprächen, Gesprächsfetzen, Büro- und Verkehrslärm, Nachrichten, Musikbeschallung. Zwischendurch das Mobiltelefon am Ohr oder irgendwelche Maschinen rattern, piepsen klingeln und krachen. Diese ständige diffuse Berieselung kann ganz schön auf die Nerven gehen. Ähnlich geht es den Augen ständig am folgen von immer schneller werdenden Bildern. Autos, Züge, die Bilder Abfolge in Filmen dringen in uns ein ohne Pausenabschnitte werden wir staccato ähnlich beschossen. So betrachtet ist es ganz klar das sich immer mehr Menschen nach Entschleunigung sehnen. Kurse in Yoga, Mediationen, Qi Gong und Entspannung boomen. Die eigentliche Tiefe welche diese Künste einmal vermittelten sind wenig gefragt dafür aber die Nebeneffekte welche diese alten Künste mit sich bringen. Abschalten können sind die gesuchten und gefragten Fähigkeiten. Abschalten? Sinnesorgane gehören zum menschlichen Dasein, man kann sie nicht abschalten. Man sollte eher lernen den Input ab und zu in eine andere Richtung zu lenken somit die Frequenz der Eindrücke auf ein Entspannungsmaß zu senken. Wie ?

Butterfly_s

Besinnen auf die Schönheiten unseres  Daseins.  Den Ohren rauschen der Bäume, des Windes und zwitschern der Vögel, das Wassergeplätscher oder dem guten alten Mozart wieder bewusst aussetzen. Dies sind Melodien die dem Ohr d.h. uns gut tun, uns beruhigen und entspannen. Hören wir einfach auf nichts und niemanden außer der Natur deren Teil wir sind. Wir werden eins und damit ruhig und wieder aufgeladen und entspannt.

Die Augen schauen in die Ferne, sehen wunderschöne Landschaften, einen Tautropfen, die Schönheit eines Schmetterlings oder eines Gesichtes. Es gibt viele schöne Augen-Blicke das Fenster zur Welt lässt uns auch dadurch zur Ruhe kommen.

Die schnelle Außenwelt des Alltags beginnt sich zu beruhigen.

In diesem Sinne Augen und Ohren auf aber in die richtige Richtung

So… Zen

na denn mal los. Ohne vorherigen Gedankensalat, alles was so in den Sinn kommt, ohne katalogisieren, registrieren, schubladisieren. Testlauf des praktizierten Zen, Selbstversuch ob die Theorie dem Praktizieren standhält.

  • Hunger dann esse
  • Durst dann trinke
  • Darm voll dann Sch…
  • Im Gehen laufe nur
  • Musik dann höre

Bild

Die Liste, ja sehr profan aber Zenreal und auch nur Beispielhaft. Könnte man natürlich sagen;“ kenn ich doch“ oder „mach ich doch“. Haha, denkste von was du denkst richtig zu machen ist aus der Zen- Sichtweise eher halbherzig oder nur eine Seite der Medaille. Kurzum ist nur die äußere Form welche nicht den ganzen Kuchen ausmacht, fehlen halt noch so manche Gewürze. Macht den Lebenskuchen fade oder manchmal auch stressig und unbefriedigend. Etwas zu tun 100% ohne während der Aktion gedanklich abzuschweifen> dann ihr lieben Leute lasst euch sagen erscheint Zen genannt auch eure wahres Wesen > Buddhanatur

Denkt mal darüber nach…haaaaa in die Falle getappt…ohne Hier und Jetzt