Die Shaolin- Geschäftsidee

Das Shaolin wird heutzutage fast nur noch mit ihrem Kung Fu in Verbindung gebracht. Ich denke das ist auch von der chinesischen Regierung so gewollt. Da werden Shaolin- Vorführungen auf der ganzen Welt organisiert, um die anderen Kulturen zu beeindrucken über die Leistungsfähigkeit ihrer Landsleute. Dort werden dann Shaolin-Mönche dargestellt und ihr Outfit lässt das auch so zu. Geschorene Haare und Mönchsgewand voila fertig ist der „äußere“ Shaolin. Nicht das diese jungen Kerls keine beeindruckende Leistungen zeigen, Hut ab und tiefe Verneigung.

shaolinshow

Wenn man aber weiß wie sie von Promotion- Managern ausgesucht werden, aus den Schulen um das Shaolin Kloster herum, mhhh da vergeht es schon einem. Sie werden nach Showeffekt und ihren Zuschauer- Wirkungsgrad betrachtet, katalogisiert und registriert, so dann bei gefallen und  in gnädiger Weise  in das Shaolin-Show-Team aufgenommen. Für die ausgesuchten wird dann ein Traum war, für den sie Jahre schweißtreibend und voller Schmerz und Aufopferung trainiert haben. Schweiß, Blut, Verletzung, psychische Probleme sind eine schmerzhafte Erinnerung für die meisten, die keinen dieser begehrten Plätze im Showteam ergattern konnten. Sie haben dann eventuell die Chance irgendwo als Bodyguard oder Filmstatist eine berufliche Anstellung zu bekommen. Jedoch für die meisten werden diese Träume nicht war und sind bemüht eine finanzielle Schadensbegrenzung ihrer Familie zu erreichen. Denn die haben zusammen gelegt, gespart für diese eine Chance, eine Ausbildung als Shaolin. Es gibt nur diese eine Chance in der ein Kind – Politik von China. Verkaufsschlager Shaolin boomt auf der ganzen Welt und eigentlich werden hierbei Werte verkauft die in der so genanten Shaolinausbildung der „äußeren“ Schulen gar nicht mehr gelehrt werden. Keine Zeit für so etwas nach Jogging um 4.00 morgens mit militärischen Drill und in Liegestützhaltung die Treppe den Berg hinunter. Und genau diese äußeren Schulen sind es die ihre Leute dann meisst in die Welt senden. Sie bieten mit toll anmutenden Titeln Seminare an um zahlungswillige Manager zu rekrutieren. Leistungsorientierung, Gewinnmaximierung, Willensstärkung mit den schön anmutenden  Überschriften „Gelassenheit“, „Antistress“ und „Burnout Prävention“ das alles an einem Wochenende, ab tausende Euronen und mehr. Verdammt warum hat meine shaolinische Gelassenheit so lange gedauert. Werde mal meinen Sifu Fragen was ich so in den letzten 20 Jahren falsch gemacht habe, wenn man dieses doch in einem Wochenendseminar reingedellt bekommen kann.

Demnächst werde ich mal was um tiefen inneren Werte der Shaolin berichten, hehehe freue mich schon darauf. Augenöffner für die Öffentlichkeit gegen Verkaufsstrategien und Verunglimpfung der tausende Jahre alten Shaolin- Kunst.

Keep on smiling from the heart

Zen- oder die zeitlichen Alltagsschwierigkeiten

Nun, das neue Jahr hat angefangen, so was jetzt. Vorsätze sind getan oder auch nicht. Auf alle Fälle war Zeit für mich, darüber nach zu sinnen, was macht es so schwierig im Hier und Jetzt zu sein, in unseren alltäglichen Handlungen. Wir sind schon ein gut getackteter Organismus geworden, funktionieren wie ein Schweizer Uhrwerk, von Termin zu Termin. Ja, da ist es gut überall Uhren zu sehen. Ich habe mir vor mehr als 25 Jahren das Uhren tragen abgewöhnt als ich merkte wie oft ich drauf schaute. Jetzt habe ich nur noch welche wenn ich mal den kleinen Abendanzug anziehe, mehr so als schmuckes Beiwerk. Überall, der Hinweis der Vergänglichkeit, Zeiger die ticken, uns zeigen wo es lang geht; vorwärts. Heißt nicht stehen bleiben, keine Zeit zur Besinnung, der nächste Gongschlag oder heut zutage eher digital und noch genauer an die Quarz- Weltuhr in Paris angepasst. Jede Mobiltelefon hat es, kein Auto ohne, der Kirchturm zeigt es in seiner altertümlichen Pracht, U-Bahn und Straßenbahnstationen zeigen zeitgenau an wann und wie verspätet was ein oder aus fährt, der Bahnhof-Lautsprecher brüllt es, der Fußgängerüberweg tickt digital angezeigt gut Sichtbar los geht  Zeit, Zeit, Zeit.

rennende Zeit

 

Da lob ich mir noch die Antike als man sagte die Zeit verrinnt hat doch was meditatives für den Betrachter. Sandkorn für Sandkorn betrachtend oder die Sonnenuhr die einfach mal ausviel wenn die Sonne mal aus diversen Gründen nicht erscheinen konnte. Jetzt wir fast im digitalen Gleichschritt des urbanen und industriellen Taktes. Melodie:“Eins, zwei,drei marschieren wir im gleichen Schritt…“,ach ne, das war ja die Augsburger  Puppenkiste>“Die Rollbüchsenarmee“, mit uns natürlich nicht zu vergleichen, wir sind ja, fast vergessen Menschen, wie dumm von mir…

Ich wünsche Euch und mir natürlich auch, mehr Zeit in 2014, das in uns vorhandene  eigene vorhandene Zentrum wieder zu finden, zu halten und auch mal Zeit für ein WeiZen.

Alles Gute in 2014, lasst Euch die Zeit nicht nicht sinnlos durch die Finger rinnennennennennen…   

  

Shaolin Künste…

der Versuch die Shaolin Künste (Kung Fu, Chi Kung, Zen/Chan) mit anderen Kampfsportarten zu vergleichen scheitert ziemlich schnell. Na klar könnten die Techniken verglichen werden aber nicht das ganze Konzept, das dahinter steht. Schon das Wort „Kampfsport“ hinkt denn darunter lässt sich das Shaolin mit seinen Künsten schon gar nicht einordnen. Ich persönlich bevorzuge eher das für mich passendere Wort „Kampfkunst“. Warum ?, da Sport etwas mit messen, sich messen, vergleichen, gewinnen, verlieren und Konkurrenz zu tun hat. Im Gegensatz das Shaolin das neben den körperlichen Übungen die energetischen, mentalen und spirituellen Seiten des Menschen entdecken, harmonisieren und stärken lässt.

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Zhang Zhuang > Goldene Brücke

Die Übungen des inneren Kung Fu führen einem zu dem Aufgezählten. Selbst in den einfach aussehenden Übungen dem Nei Kung zugeordneten „stehenden Säulen“ (Zhang Zhuang) werden schon alle Aspekte des trainiert. Hier lernt der Shaolin praktizierende seine alten Muster abzulegen bzw. abzutrainieren. Die höchste Meisterschaft oder die Meisterschaft schlechthin ist erreicht wenn Formen, Partnerformen und im Freikampf den Shaolin nichtmehr aus seiner Mitte kommen lassen. Dies wird dann Meditation in Bewegung genannt. Dann kommt der Praktizierende dem Ziel nahe kein Spielball seiner Emotionen zu sein. Egal was im Alltag zu bewältigen ist von Privat bis Beruf er bleibt gleichmütig. Dies hat nichts mit gleichgültig zu tun, sondern ganz im Gegenteil, immer den gleich Mut mit offenen Herzen zu haben,egal in welcher Situation.     

 

 

Shaolin Arts das Größte ?…

werde ich oft gefragt. Ich natürlich frei heraus und immer großschnäuzig:“ na was denn sonst“.

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Nachdem ich ca. 20 Jahre diese Künste lerne, ausübe und trainiere und meine Füße immer noch nicht wund sind von „auf dem Weg sein“ und mein Geist immer noch nicht zur Ruhe findet weil „da ist noch was, da ist noch mehr“, werde ich weiter diese Antwort geben:“Ja die Shaolin Künste sind das Größte für mich“. Nichts ist vielseitiger, vielschichtiger, feinstofflicher, breitgefächerter und gesünder, um nur einige Dinge mir spontan einfallende zu nennen.

Damals schon motivierte mich die Fernsehserie „Kung Fu“ mit David Carradine vor allem die Gespräche des blinden Meisters mit seinem jungen Schüler dem Grashopper. Weisheit und herzliche Güte strahlte dieser Meister aus und das bei mentaler Klarheit und großer Verteidigungsfähigkeit gepaart mit hoher eherner Moral und Aufrichtigkeit.

Ähnliches bei Star Wars von „Lucas“, Jodah der Großmeister der Jedi Ritter kam mir manchmal fast abgekupfert von „Kung Fu“ vor wenn es um die tiefe Lehre der Jedi Ritter ging.

Aber das schöne ist dies alles sind nur Filme und ich, ja ich bin auf dem realen Weg. Den Weg der Shaolin, der einem hilft die Welt, das Leben und sich selbst zu hinterfragen, hilft mehr Erkenntnisse darüber zu bekommen, kraftvoll, vital und gelassen, gleichmütig.

Darum, genau darum sind die Shaolin Künste das Größte für mich…Punkt.