Simplicity – Einfachheit

Einfachheit und Vollkommenheit zeigt uns die Natur in seiner höchsten Form.. Die Natur inspiriert uns dadurch immer wieder ihr es gleich zutun. Diese einfache und doch vollkommene Natur lässt uns erspüren, Sein ganz ohne Worte. Wir nehmen auf und sind mit all unseren Sinnesorganen. Keine Worte nötig es erklärt sich von selbst und lässt keinen Spielraum für Interpretationen.

Jedoch der allgemeine Mensch kann dies nicht so einfach hinnehmen. Er muss besser gesagt nein er will meistens Worte finden für das erleben oder erlebte. Da beginnt nun der Geist in den interlellen Zellen nach Worten, des inneren Erlebnis zu forschen. Der Geist nun holpert stolpert über so viele Worte die dies oder jenes erlebte Gefühl im betrachtendem Sein wohl gut erklären mögen. Je suchender der Geist nach dem beschreibenden Wort wird, desto leerer fühlt er sich als bald an. Ja gibt es denn nicht diesen einen Satz oder dieses eine Wort? für genau dieses fühlende betrachtende Sein ,in diesem Moment.

Nein… Allgemein sind wir so programmiert das wir Worte für das verstehen benötigen. Oft haben wir Situationen tief im inneren empfunden waren also Eins mit ihr. Wollten wir dieses tief innere Erlebnis mit Worten nach außen tragen waren wir doch oft erstaunt wie limitiert Worte für solche Erlebnisse sind. Worte für innere Vorgänge des Menschen sind also nur Annäherungen an die empfundene Realität. Der Rest ergibt sich von selbst. Die zuhörende Person interpretiert also deine Worte, deiner inneren Empfindungen, deiner erlebten Realität.

Alles sehr problematisch für einen Wahrheitssuchenden.

Ich-> finde nicht die richtigen Worte, Sätze mich in meinem, Hier und Jetzt, Empfindungen zu erklären

Ein Zuhörer-> interpretiert dieses dann nach besten Wissen.

Eins sein Wuji / Zwei sein Yin Yang

Überraschender Weise brauchen wir keine Worte für ein tiefes Verständnis der Natur, unserer eigenen eingeschlossen.

Die Lehren von Dao oder Zen kommen oft ohne Worte aus. Sie haben die Macht und die Fehlinterpretation von Worten erkannt.

Mit reinem Herz wächst die Schönheit

Mit reinem Herz wächst die Schönheit

Cai Yong war auch unter dem Namen Cai Bojie bekannt. Er war eine bekannte Literaturgröße des Qi-Bezirks in der Provinz Henan, während der Östlichen Han Dynastie (202 bis 220 n.Chr.) Cai Yong war dafür bekannt, dass er auf Moral und Gerechtigkeit großen Wert legte. Er liebte das Lesen, die Mathematik, die Astronomie und das Musizieren.

Um seine Tochter Cai Wenji zu erziehen, schrieb er einen Essay mit dem Titel „Lehren für Frauen“. Er hatte nichts dagegen, dass seine Tochter sich schön kleidete und schminkte. In Wirklichkeit war er der Meinung, dass sich die Frauen leicht schminken sollten, um besser auszusehen, und sie auf ein sauberes und glänzendes Haar achten sollten. Doch noch wichtiger sei es für eine Frau, ihre innere Schönheit zu pflegen, und das mehr, als ihre äußere.

In den „Lehren für Frauen“ schrieb Cai Yong: „Wie Kopf und Gesicht, so braucht auch das Herz Pflege. Wenn du dir einen Tag das Gesicht nicht wäscht, dann wird es Schmutz anziehen. Wenn du einen Tag lang versäumst, die Freundlichkeit zu pflegen, dann wird das Böse sich in dein Herz schleichen. Wenn du dein Gesicht nicht pflegst, wird selbst ein Verrückter sagen, dass du schlampig bist.

Wenn du nicht auf Moral achtest, wird dich ein moralischer Mensch schlecht finden. Darum, wenn du in den Spiegel siehst, überlege, ob dein Herz rein ist. Wenn du Parfümöl benutzt, überlege, ob dein Herz ruhig und friedlich ist. Wenn du dich schminkst, überlege, ob dein Geist sauber ist.

Wenn du dein Haar anfeuchtest, überlege, ob dein Geist befreit ist. Wenn du dein Haar bürstest, überlege, ob dein Geist vernünftig und angemessen ist. Wenn du dein Haar zum Knoten schlägst, überlege, ob deine Geisteshaltung genauso gepflegt und ordentlich ist, wie dein Haarknoten. Wenn du deine feinen Haare ordentlich und sauber um dein Gesicht legst, überlege, ob dein Herz genauso ordentlich und sauber ist.“

Mal sehen ob ich so etwas auch für Männer in den Chinesischen Klassikern finde…;)

Gute Zeit

Was ist „Innere Alchemie“?

Was ist „Innere Alchemie“?

Das praktizieren der „Inneren Alchemie“ verfolgt die Rückkehr zur Quelle des Dao.

Es beinhaltet die systematische Verfeinerung der menschlichen drei Schätze Jing-Qi-Shen.

Dies verschafft uns eine besseres Verständnis von uns selbst, dem Universum und den Zweck/ Ziel unseres Lebens.

Im Daoismus gibt es Anleitungen und praktische Methoden die uns in Richtung eins werden mit der Natur  führen. Dies zu erlangen ist einer der zu erreichenden der Ziele im Daoismus.

Die Innere Alchemie basiert auf der traditionellen „Jing-Qi-Shen“ Theorie.

Dao (Shen) erzeugt Qi, Qi erzeugt Jing und Jing erzeugt den Körper (Xing). 

In der Inneren Alchemie soll dieser Prozess umgekehrt werden so das wir zum Ursprung zurückkehren können, zu unserer originalen Natur. Die Rückkehr zum Original ist das Ziel der Arbeit in der Inneren Alchemie. Von Jing zu Qi und Qi zu Shen (Dao) wäre dann der Umkehrprozess.

Die praktischen Anwendungen sind folgendermaßen:

  • Das bilden eines Fundaments (Körper gesund und flexibel)
  • Umwandeln des Jing (Körpers/Fleisch) in Qi
  • Umwandeln von Qi in Shen (Geist)
  • Umwandeln von Shen in Leere
  • Umwandeln von Leere in Dao

Sehr wichtig in der Inneren Alchemie ist die Zusammenarbeit und Verbindung von Herz und Niere.

Das Herz- Feuer wird während des praktizieren genutzt um das Nieren- Wasser zu wärmen. Dies wird auch als Drachen und Tiger vereinen sich oder Yin und Yang werden zu Eins genannt.

Das Ziel der Inneren Alchemie ist den Entstehungsprozess des nachgeburtlichen Lebens umzukehren wieder eins werden mit dem was vor der Trennung schon immer vorhanden war.

Entstehungsprozess: Wuji -> Taiji -> 10 000 Dinge

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Damit dieser Prozess umgekehrt werden kann gibt je nach Schule viele verschiedenen schrittweise Methoden. Der letzte Schritt aller Schulen der Inneren Alchemie ist es jedoch von Taiji zu Wuji zu gelangen. Dadurch kann wieder in das Dao eingetreten werden und erreicht dadurch den Status eines Unsterblicher.

Der dieses Ziel erreicht hat ist aus dem Kreislauf des Yin Yang ausgetreten und wird somit nicht mehr geboren, kann dadurch auch nicht mehr sterben.

 

 

Sitzen in Vergessenheit

Sitzen in Vergessenheit

Um in das Dao eintreten zu können muss man sich dem „Sitzen in Vergessenheit“ widmen.

Sitzen in Vergessenheit ist ein Geisteszustand indem der Unterschied von innen und außen aufgelöst wird. Dieser Geisteszustand hilft uns die mystische Einheit des Dao zu erlangen.

Im „Zuowanglun“(Author: Sima Chengzhen)  -> „Die Abhandlung über das Sitzen in Vergessenheit“ wird dies in  7 Stufen erläutert. Diese sind:

  • Ehrfurcht und Vertrauen
  • Unterbrechung des Karmas
  • Zähmung des Geistes Xin
  • Loslösen von weltlichen Angelegenheiten
  • Wahre Betrachtung
  • Intensive Sammlung
  • Erlangen des Dao

Das „Zuowanglun“ beruft sich letztendlich auf das Werk von Zhuangzi („Buch des Meister Zhuang“).  Zuowanglun ist eine Abhandlung über die Praxis ohne viele technische Details eher gedacht die Zustände des Geistes beschreibend. Das Werk weißt auf zahlreiche möglicher Schwierigkeiten hin in Bezug auf die Beziehung zur normalen Welt. Genauso enthält es aber auch detaillierte Beschreibungen über die erlangte Weltanschauung nach korrekter Praxis.

In einem anderen Werk dem „Dingguan Jing“  werden eher technische und praktische Hinweise über das Sitzen in der Vergessenheit erläutert. In diesem Werk werden die fünf Phasen des Geistes Xin und die sieben Stufen des Körpers beschrieben und erklärt. In den Werken des bekannten daoistischen Heilers Sun Simiao (ca. 6.Jahrhundert) sind diese Abstufungen oder Einteilungen schon enthalten.

 

Mikro- und Makrokosmos verstehen?

Mikro- und Makrokosmos verstehen?

In der Tradition und Lehre der Daoisten sind wir ein energetisches Abbild des Universums. Die Daoisten nennen das Universum auch den Makrokosmos und uns Menschen im Vergleich benennen sie Mikrokosmos. Der Mikrokosmos kann energetisch nicht vom Makrokosmos getrennt betrachtet werden. Die Einflüsse sind körperlich erfahrbar. Dazu bedarf es natürlich eine Ausbildung für meisten. Viele Menschen reagieren aber auch ohne Ausbildung auf äußere Einflüsse. Das gute einer Ausbildung ist aber das wir uns Stück für Stück durch geleitete Übungen der Feinstofflichkeit nähern. Dadurch versteht der Schüler des Dao Weges von außen nach innen und später dann das es kein außen und innen gibt. Es gibt einen vorgeschriebenen Weg der Ausbildung dies ist in den Klassikern von Meistern dieser Kunst niedergeschrieben worden. Die Techniken des Weges können aber von Schule zu Schule unterschiedlich sein. Die Essenz ist aber die gleiche. Die drei Schätze des Menschen ausbilden und sie wieder zusammenführen. Was sind die drei Schätze des Menschen? -> Jing, Qi, Shen.

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Bild zeigt „Die drei Schätze vereinen“

Erst den Körper (Jing) komplett flexibel und gesund machen. Danach wird die Lebensenergie (Qi) gestärkt damit der Geist/Spirit genährt werden kann. Jede Stufe macht uns sensibler für den so genannten Makrokosmos, das Äußere. Meine eigene Erfahrungen waren das ich ich zum Beispiel bestimmtes Essen nicht mehr mochte, bestimmte Gegenden mied ja sogar mich von Menschen fern hielt. Nicht etwa weil ich dies wollte sondern weil der Energiekörper den ich au einmal wahr nahm sich unwohl fühlte. Ich fand her raus das ich immer mehr meinem Energiekörper folgte. Er zeigte mir ohne Hintergedanken das ist gut oder das ist schlecht für mich. Genau so erzählen es auch manche meiner Schüler nach einer Weile  die sich bei mir in die der Ausbildung sind . Sie fühlen sich auf einmal unwohl in bestimmten Situationen oder sehr Wohl bei anderen. Dies empfinden sie dann erst einmal seltsam bis ich sie aufkläre das sie eine bestimmte Stufe auf ihren Weg erreicht haben und sie jetzt lernen müssen darauf zu hören. Hat man diese Stufe erreicht ist man jetzt bewußt und gefühlsmäßig mit dem Makrokosmos verbunden. Ich sage“bewußt“ denn eigentlich sind wir es nie sondern nur unsensibel dafür.